


Arien
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In Leopold Mozarts Aufstellung der Werke, die sein Sohn Wolfgang im Alter von 7 bis 12 Jahren komponiert hat, werden „15 Arien“ erwähnt, die in London und Den Haag geschrieben wurden. Die Mehrzahl dieser Arien scheint verloren gegangen zu sein, da nur vier Arien (KV 21, KV 23, KV 78 und KV 79) definitiv aus dieser Zeit stammen. Auch die verschollenen Kompositionen KV 633 und KV 717 könnten zu dieser Gruppe von Werken gehört haben.
Mozart schrieb eine Vielzahl an Arien, Szenen und Ensembles, die genau an die Stimmen der vorgesehenen Sängerinnen und Sänger angepasst waren. Einige davon entstanden als Ersatzstücke für eigene oder fremde Opern. Gelegentlich wurden Stücke, die Mozart entworfen oder sogar fertiggestellt hatte, noch vor der Uraufführung einer Oper ausgetauscht, weil sie den Sängern und Sängerinnen nicht gefielen. In Mozarts Jugend dienten Arien außerdem dazu, das Talent und die schnelle Auffassungsgabe des jungen Komponisten zu zeigen: Schon während der großen Westeuropareise 1763/66 schrieb Mozart nicht weniger als 15 Arien, gefolgt von mindestens fünf während des Aufenthalts in Wien 1767/68 und mindestens sechs weitere während der ersten Italienreise 1770/71. In seiner Salzburger Zeit komponierte Mozart nur eine kleine Anzahl von Arien, vermutlich für Mitglieder von Wandertruppen während ihres Aufenthalts in der Stadt oder für durchreisende Virtuosen und Virtuosinnen. Arien oder Szenen (mit einleitendem Accompagnato-Rezitativ) wurden häufig als Stücke in Konzerten und Akademien verwendet. Während der Reise nach Mannheim und Paris 1777/78 und später in Wien komponierte Mozart mehrere Arien, um bestimmten Sängern und Sängerinnen einen Gefallen zu erweisen.
Autograph, 1766