




Adagio in F
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Das 8-taktige Adagio in F für Streichquartett KV 718 findet sich in der Aufzählung der Fragmente in Mozarts Nachlass. Kein erhaltenes Manuskript passt jedoch auf diese Beschreibung. Es ist anzunehmen, dass das Adagio aus Mozarts Zeit stammt.
In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts entwickelte sich das Streichquartett zur bedeutendsten Gattung der Kammermusik für Streichinstrumente. Mozarts frühe Streichquartette sind dreisätzig (Mozart hat seinem Erstlingswerk KV 80 nachträglich ein Rondo hinzugefügt). Spätestens während seines Aufenthalts in Wien im Herbst 1773 lernte Mozart die innovativen Quartette Joseph Haydns kennen; alle späteren Streichquartette Mozarts sind nach diesem Vorbild viersätzig. Mozart bezeugte seine Dankbarkeit gegenüber Haydn, indem er ihm die Quartette seines Opus 10 widmete (KV 387, KV 421, KV 458, KV 428, KV 464 und KV 465). Wie Haydn strebte Mozart eine Gleichbehandlung aller Instrumente an, z. B. durch die Verwendung von kontrapunktischen Mitteln. Mozart wollte drei Quartette – KV 575, KV 589 und KV 590 – Friedrich Wilhelm II. von Preußen, der selbst ein versierter Cellist war, widmen. Diese weisen eine technisch anspruchsvolle, teilweise solistische Bassstimme auf. Mozart schrieb auch einige höchst individuelle Quartette für ein Holzblasinstrument und Streicher.