

Arie in B für Bass
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Eine Melodieaufzeichnung auf dem Skizzenblatt Skb 1783e enthält die ersten 28 Takte des Sängerparts zur Arie in B für Bass KV 685, die Mozart offenbar nie vollendet hat. Sie war vermutlich für eine komische Oper gedacht, doch sind keine Einzelheiten bekannt, da Mozart nicht einmal die Anfangsworte des Textes unterlegt hat. Dies ist bei Melodieaufzeichnungen häufig der Fall.
Mozart schrieb eine Vielzahl an Arien, Szenen und Ensembles, die genau an die Stimmen der vorgesehenen Sängerinnen und Sänger angepasst waren. Einige davon entstanden als Ersatzstücke für eigene oder fremde Opern. Gelegentlich wurden Stücke, die Mozart entworfen oder sogar fertiggestellt hatte, noch vor der Uraufführung einer Oper ausgetauscht, weil sie den Sängern und Sängerinnen nicht gefielen. In Mozarts Jugend dienten Arien außerdem dazu, das Talent und die schnelle Auffassungsgabe des jungen Komponisten zu zeigen: Schon während der großen Westeuropareise 1763/66 schrieb Mozart nicht weniger als 15 Arien, gefolgt von mindestens fünf während des Aufenthalts in Wien 1767/68 und mindestens sechs weitere während der ersten Italienreise 1770/71. In seiner Salzburger Zeit komponierte Mozart nur eine kleine Anzahl von Arien, vermutlich für Mitglieder von Wandertruppen während ihres Aufenthalts in der Stadt oder für durchreisende Virtuosen und Virtuosinnen. Arien oder Szenen (mit einleitendem Accompagnato-Rezitativ) wurden häufig als Stücke in Konzerten und Akademien verwendet. Während der Reise nach Mannheim und Paris 1777/78 und später in Wien komponierte Mozart mehrere Arien, um bestimmten Sängern und Sängerinnen einen Gefallen zu erweisen.
Autograph, 1783